Labore

Insgesamt wurden 15 Projekte für die Laborphase in der gemeinsamen Mittelvergabe bewilligt, zwei Labore sind fusioniert. Die Labore dienten der Vorbereitung des Kongresses, indem dort Workshops, künstlerische Arbeiten, Lectures, Vorträge oder Interventionen und Aktionen erarbeitet wurden, die sich mit den Themen von „Wem gehört die Kunst?“ auseinandersetzen. Allgemein stehen alle Labore unter der größeren Fragestellung und dem Forschungsinteresse „Was bedeutet politische Kunstpraxis unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen“ und der thematischen Rahmung „Ästhetisierung von Politik / Politisierung von Kunst“.

Die Arbeitsergebnisse der Labore bilden schwerpunktmäßig das Programm des Kongress am 24. bis 26. Februar 2017:

 

Die Kunst gehört…

Audioicollage

Josefine Rose Habermehl ist in die Stadt gegangen und hat mit Menschen ausserhalb des Kunst- und Kulturlebens über die Frage „Wem gehört die Kunst?“ gesprochen. Aus den Gesprächen die bei dem Projekt entstanden sind, hat sie die Audiocollage „Die Kunst gehört…“ erarbeitet. mehr…

 

Poetische Forschung zur Komplexität und Kunst

Performance und Workshop

Das Büro für poetischen Unsinn, Christian Berens und Moritz Kotzerke, erarbeiten gemeinsam mit der Tänzerin und Performancekünstlerin Celine Bellut einen Workshop zum Thema Komplexität und Erkenntnistheorie als phänomenologische Praxis.
Der Workshop untersucht mit künstlerischen Mitteln Diskurse und Machtstrukturen. mehr…

 

Politische Kunst in Chile der 80er Jahre – Aktionen des Widerstands

Vortrag

Ist Kunst nur ein Objekt? Ist Kunst Käuflich? 80er Jahre in Chile: Folter, Verfolgung und Zensur waren über 15 Jahre der chilenische Alltag. Aber das Kollektiv für Kunst Aktionen zeigte deutlichen Wiederstand. Darüber referiert Fabian Neisskenwirth mehr…

 

Alle lärmen rum und dann schreit einer Marx

Musikperformance / Diskussion

ST Kirchhoff beschäftigt sich mit der Frage nach der Möglichkeit einer kritischen Musik und dem damit verbundenen Kompositionsprozess. Inwieweit kann Instrumentalmusik überhaupt kritisch sein? Reicht es schon schief zu spielen? Und was bedeutet die Prekarisierung und Ökonomisierung der Kunst für die Kompositionspraxis? mehr…

 

KunstWERK

Performance

„Dieses KunstWERK wird demnächst geschlossen und in einem Kreativ.Quartier wieder aufgebaut.“

Die Künstlerin und Galeristin Bianca Wickinghoff wird während des Kongresses eine Installation bauen und beleben, in der Kunst als Arbeit praktiziert wird. Getaktet durch die Parameter Zeit & Geld soll die entstehende Kunst unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit so produktiv wie möglich ausfallen. mehr…

 

Gorilla Mädchen

Lecture Performance

Was heißt Aktivismus in Zusammenhang mit Kunst? Im Falle der Frauen um Judy Chicago, Lynn Hershmann und den Guerilla Girls war Aktivismus essentieller Bestandteil der Praxis. Um der unfreiwilligen Einbettung ihrer Körper im Kunstbetrieb entgegenzuwirken, musste eine große Bewegung her, die aus verschiedenen Richtungen die vorhanden Festungen angreift. Rosh Zeeba erzählt von der feministischen Avantgarde und  ihrer eigenen Kunstpraxis. mehr…

 

Graphische Großlyric von bld (Arbeit ohne Titel)

Bildende Kunst

Der Künstler bld entwickelt aus den gesammelten Textmaterial von „Wem gehört die Kunst?“, von dem IKF Antrag, Kostenkalkulationen, Exceltabellen und Konzeptpapieren bishin zu eigenen Rechnungen eine graphische Großlyric und präsentiert sie auf dem Kongress. mehr…

 

‚Prekäre Arbeit & Selbstorganisation‘ im Kunst- & Gesellschaftsarbeit

Vortrag

Warum Selbstorganisation? Welche Formen von Selbstorganisation, zu welchem Zweck, innerhalb der Künste, des Kreativen und des Sozialen…? Die Precarious Workers Brigade berichtet aus ihrer Praxis und stellt ihr Workbook vor. mehr…

 

Kunst-Arbeit (Tup)

Seminar

Theorie und Praxis e.V. – Tup entstand 2000/01 am philosophischen Institut der Universität Düsseldorf. Ihr Labor eruiert die generelle Frage nach gesellschaftlich (nicht) anerkannten Arbeiten am Beispiel freischaffender künstlerischer, theoretischer, sozial-kultureller Arbeit. mehr…

 

Kunst als sakrale Praxis und Sakralität als Eigenschaft der Künstler*in

Performance

Spekulative Kurzperformance von Joscha Hendrix Ende über die messianische, avantgardistische Kunst. mehr…

 

Publikumsbeschimpfung

Performance

Die Schauspielerin Anna-Christina Reske hat bereits diverse Kämpfe mit dem Jobcenter und Arbeitsamt ausgefochten. In ihrer Performance bearbeitet sie die Widersprüche die Künstler_innen aushalten müssen, wenn sie unter den Bedingungen des Kapitalismus Kunst schaffen wollen. mehr…

 

Twitter-Labor

Social Media-Straßenumfrage

Mariela Rossi war auf den Straßen verschiedener Ruhrgebietsstädte unterwegs, um Menschen außerhalb des Kunstbetriebs zu fragen: „Wem gehört die Kunst?“
Die Antworten findet ihr im Twitter-Stream: Unter @WgdK_Projekt twittert Mariela Rossi die Antworten aller Menschen, denen sie im Ruhrgebiet die Frage „Wem gehört die Kunst?“ stellt. #WemgehörtdieKunst #WgdK mehr…

 

Es ist immer zu spät.

Performance

Basierend auf persönlichen Frustrationen in der politischen Betätigung und im Kontakt mit KünstlerInnen entwickeln Fabian Jung und Tintin Patrone eine Performance und (Musik)Installation. mehr…

 

Kulturfinanzierung im Ruhrgebiet

Podiumsdiskussion

Das Labor von Joscha Hendricksen widmet sich inhaltlichen Fragen zur Förderung von Kunst- und Soziokultur im Ruhrgebiet und mündet in einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress. U.a. mit Stefan Laurin (Ruhrbarone). mehr…

 

Bällebad

Intervention

Anabel Jujol warf vom Rathaus Essen „Wem gehört die Kunst?“ Diskurs-Bälle in das Einkaufszentrum Rathausgallerie. mehr…

 

HuMu Litfasssäule

Zeremonielle Vorbereitungen

Phillip Unger beginnt mit dem Bau des HuMu. mehr…